Körpersprache und Gewalt

Weiterbildung für LehrerInnen, SozialarbeiterInnen, ErzieherInnen

In dem Workshop "Körpersprache und Gewalt" werden sachliche Informationen über die Rolle des Körpers verschränkt mit praktischen Übungen. Die Ursachen und Wirkungen von Aggression und Gewalt sollen hautnah erfahren werden. Nicht nur sprechen über, sondern auch mit dem Körper ist Ziel des Workshops.

"Gewalt ist geil!" Die Folge dieser bedrohlichen Entwicklung ist bei den Pädagogen oft eine Verunsicherung. Konflikte werden aus Angst vor möglichen Eskalationen frühzeitig unterbunden. Damit wird den Jugendlichen die Möglichkeit genommen, zu lernen, mit ihren Aggressionen positiv umzugehen. Unterdrückte Aggressionen jedoch führen nicht selten zu der Art von Gewalt, die wir zu verhindern suchen.

Aber auch das ängstliche Wegschauen ist keine angemessene Reaktion. Wir müssen lernen, die verschiedenen Arten von Aggression und Gewalt zu unterscheiden. Wir brauchen Kriterien dafür, ob die aggressiven Handlungen auf einer symbolisch-spielerischen Ebene (auch der Ringkampf kann dazugehören) ausgetragen werden, odernicht.

Für ein sicheres Auge und Fingerspitzengefühl im Umgang mit Gewalt ist es hilfreich, die Sprache des Körpers zu kennen. Körpersprachliche Signale geben Aufschluß über die Intensitätsstufe der angewendeten Gewalt. Anhand der Körpersprache der beteiligtenKontrahenten läßt sich ablesen, ob und wann ich eingreife.
Aber erfolgreiches Eingreifen muß gelernt und geübt werden!

Auch Jugendliche suchen nach Hilfestellung, wie sie sich in Konfliktsituationen oder bei Anmache verhalten können. Sie könnten lernen, daß es einen verblüffenden Weg jenseits von Opfer- und Täterrolle, von paralysiertem Schweigen und Kick-Boxen gibt

Der Kurs "Körpersprache und Gewalt" vermittelt den TeilnehmerInnen diese einfachen Mittel der Deeskalation die sie dann ihrerseits mit den Jugendlichen trainieren können.
Nicht nur gewaltbereite Jugendliche, auch wir "zivilisierten" Erwachsenen vollziehen Hand- lungen, deren aggressiver Kern uns nicht immer bewußt ist. Mißverständnisse und Fehlverhalten sind um so wahrscheinlicher, je weniger wir von den Wirkungen unserer aggressiven körpersprachlichen Signale wissen.