Rudi Rhode privat:

Ich habe mich in meiner Arbeit als Schauspieler und Kommunikations-Trainer immer in einem hohen Maße selbst verwirklichen können. Und dennoch weiß auch ich, wie wichtig ein erfülltes Privatleben ist: „Wir leben nicht um zu arbeiten, sondern wir arbeiten um zu leben.“

Rudi Rhode in den Alpen

Meine Frau - Mona Sabine Meis / Professorin für Kunst- und Kulturpädagogik - und ich haben zwei Töchter großgezogen, die seit einigen Jahren aus dem Haus sind und eigene Wege gehen. Und da das Leben in Zyklen verläuft, erfreuen wir uns jetzt an dem Schreien, Gedeihen und Toben unseres Enkels.

Wenn wir den Bengel nicht gerade beim Erlernen des Radfahrens unterstützen, dann teilen meine Frau und ich die Leidenschaft für das Rennrad. Als Lohn für viele tausend Trainings-Kilometer bei Wind und Wetter geht es jedes Jahr Anfang September in die französischen Alpen. Dort fahren wir – ohne Doping - auf den Spuren der Tour de France die Pässe hinauf, um in 2500 Metern Höhe Glück pur zu empfinden. ( Versuchen Sie also nicht, für diese Zeit einen Vortrag oder ein Seminar mit mir zu vereinbaren – in den ersten beiden September-Wochen bin ich unbezahlbar! )

 

Rudi Rhode am SaxaphonTja, und wenn meine Frau in ihrem Atelier arbeitet oder Ausstellungen besucht, dann gehe ich meinem zweiten Hobby nach – der Musik. Zusammen mit 4 Freunden spiele ich seit mittlerweile 30 Jahren in der Musik-Satire-Band „Fortschrott“ ( www.fortschrott.de ). Meine Instrumente sind Sopran- und Tenorsaxofon, sowie Akkordeon. Und wenn wir es terminlich vereinbaren können, dann tingeln wir durch die Lande und geben Konzerte. Vor ein paar Jahren haben wir den WDR-Jahrespreis in der Sparte "Liedermacher / politisches Lied" gewonnen.

Rennrad und Musik - worin nun besteht die Schnittmenge zwischen meinen beiden Hobbys? Ganz einfach. Da auch Musik zu 90 % aus Transpiration, und nur zu 10 % aus Inspiration besteht, ist der Zusammenhang klar: Ohne regelmäßiges Training verursacht das Saxofon Schmerzen im Ohr, und das Rennrad Schmerzen in den Beinen. Übung macht bekanntlich den Meister – sowohl im Sport, als auch in der Kunst.

 

Ein Trost zum Schluss: Die Anstrengungen lohnen sich! Wenn Sie mit dem Auto einen Berg hinauffahren, so werden Sie nicht ansatzweise die gleichen Gefühle erleben, wie nach der Bezwingung einer Passhöhe mittels eigener Körperkraft. So auch im Beruf: Große oder kleine Erfolge, die wir uns mühsam erarbeitet haben, führen zu einem hohen Maß an Selbstzufriedenheit.

Die Glücksforschung bringt es auf den Punkt: Glück und Anstrengung stehen in einer engen Verbindung. In diesem Sinne erarbeite ich mir mein Glück immer wieder selbst – beruflich wie privat.